In die Kategorie „wertvolle Erfahrung“ fiel das Testspiel der U14 Top des EHC Kreuzlingen-Konstanz am Sonntagmittag gegen die ZSC Lions. Nach einem wahren Torreigen traten die Gäste mit einem diskussionslosen 15:6-Sieg im Gepäck die Heimreise nach Zürich an.
Dabei war die Heimmannschaft keineswegs so unterlegen, wie es das klare Ergebnis aussagen mag. Im Gegenteil: Zwar gingen die Lions bereits nach 34 Sekunden in Führung, doch die EHCKK-Cracks liessen sich davon nicht einschüchtern. In der vierten Spielminute war es Artjom Schweiger auf Zuspiel von Captain Damian Ehrke, der den Ausgleich für die Rot-Weissen erzielte. In der Folge verloren die Jungs vom Bodensee allerdings ein wenig den Faden. Bis zur ersten Pausensirene klingelte es noch fünf Mal im Kasten von Goalie Lasse Munz – wobei vor allem die Gegentreffer zum 1:3 und 1:4 ärgerlich waren, fielen diese doch während eines Powerplays des EHC Kreuzlingen-Konstanz.
Dafür revanchierten sich die Gastgeber in der 30. Spielminute, als Alexandrs Vitolins die Lions-Defensive ebenfalls in Unterzahl düpierte und zum zweiten Tor für den EHCKK einschoss. Auch Schweiger traf in der 37. Minute erneut. Was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen durfte, dass die enorm effizienten Zürcher im zweiten Spielabschnitt nicht weniger als sieben Mal einnetzten, wogegen Goalie Ville Kappler in allen Fällen machtlos war.
Für die Gastgeber sprach, dass sie auch beim aussichtslosen Spielstand von 3:12 nicht den Kopf hängen liessen, sondern unverdrossen weiter kämpften. Der verdiente Lohn waren die beiden Shorthander von Alexander Miller (43.) und Vitolins (47.). Die Lions legten gegen den dritten EHCKK-Goalie Zain Khan zwar wenig später ebenfalls zwei Treffer nach, doch in der 55. Minute machte Artjom Schweiger seinen persönlichen Hattrick klar. Den Schlusspunkt setzten dann allerdings wieder die Lions mit ihrem Tor zum 6:15-Endstand.
Immerhin hatten sich die durchschnittlich jüngeren EHCKK-Spieler, von denen sich einige aus dem U12-Kader rekrutierten, gegen die favorisierten ZSC Lions bemerkenswert wacker geschlagen und sogar das Schlussdrittel ausgeglichen gestaltet. Dafür gab’s am Ende auch ein Lob von Headcoach Edgars Lipsbergs, der so manche wichtige Erkenntnis aus diesem Testspiel gezogen haben dürfte.