EHCKK unterliegt Uzwil in turbulentem Heimspiel

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In einem turbulenten, phasenweise dramatischen Match hat die Erste Mannschaft des EHC Kreuzlingen-Konstanz das zweite Playoff-Halbfinalspiel der Gruppe 1 der 2. Liga Ost gegen den EHC Uzwil mit 4:5 verloren. Damit liegt der EHCKK in der Best-of-Five-Serie mit 0:2 zurück.

Das Startdrittel verlief hartumkämpft, mit ungefähr gleichen Spielanteilen und Torchancen. Die Hausherren versteckten sich gegen die Hauptrundensieger keineswegs, sondern machten hinten sauber dicht und setzten auch offensiv Akzente. Die Gäste aus Uzwil erwiesen sich jedoch als deutlich effizienter. In der 16. Minute hatte EHCKK-Goalie Jeremy Laux bei einem abgelenkten Weitschuss weder Sicht noch Reaktionschance. Nur zwei Minuten später schlug es schon wieder im EHCKK-Kasten ein – erneut hatte ein Uzwiler Verteidiger abgedrückt, Laux war komplett die Sicht verstellt, und so ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand erstmals in die Kabine.

Der zweite Abschnitt verlief ebenso ausgeglichen wie der erste. Gefightet wurde um jede Scheibe, die Checks wurden zu Ende gefahren, und beide Teams neutralisierten sich weitgehend gegenseitig. Allerdings war in der 27. Minute das Scheibenglück erstmals auf Kreuzlinger Seite: Kristian Gorz zog im Powerplay humorlos ab und traf zum 1:2-Anschluss. Lediglich 71 Sekunden später stellten die St. Galler den alten Abstand wieder her – einmal mehr war Jeremy Laux bei einem Weitschuss die Sicht verstellt. So endete der Mittelabschnitt unentschieden.

Waren schon die ersten beiden Drittel durchaus unterhaltsam verlaufen, ging in den letzten 20 Minuten so richtig die Post ab. In der 31. Minute verhinderte nur der Pfosten den erneuten Anschlusstreffer durch Kristian Gorz, den der an diesem Abend überragenden Mann mit der Rückennummer 95 aber in der 46. Minute nachholte. Der EHCKK war wieder dran, ein heisses Finale kündigte sich an. In der Tat entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – leider wieder mit dem besseren Ende für die Gäste, die in der 51. Minute ein Getümmel vor dem Thurgauer Tor nutzten, um zum 2:4 einzustochern.

EHCKK-Coach Christian Rüegg riskierte in der Schlussphase alles, schwor seine Truppe per Timeout auf eine hitzige Schlussphase ein und beorderte Goalie Laux bereits 2:45 min vor Schluss zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Nur 16 Sekunden später schien alles verloren: Einem unserer Verteidiger – wir nennen hier bewusst keine Namen, weil so etwas absolut jedem passieren kann – versprang die Scheibe so unglücklich, dass sie ins eigene leere Tor kullerte. 2:5, 149 Sekunden vor Schluss, der Kittel war geflickt. Oder eben doch nicht.

Denn weil der Begriff „Aufgeben“ im Wortschatz des EHC Kreuzlingen-Konstanz nicht vorkommt, griffen die Rot-Weissen weiterhin mit Mann und Maus an und kamen in der Schlussminute durch Gian Forster und Roger Bruni noch bis auf ein Tor heran. Eine weitere knappe Niederlage, die unseren Jungs Mut machen sollte – am morgigen Samstagabend geht’s in Uzwil weiter. Gewinnen die Hausherren dort auch die dritte Partie, ist die Saison für den EHCKK allerdings beendet.

 

EHC Kreuzlingen-Konstanz – EHC Uzwil 4:5 (0:2/1:1/3:2)

Tore: 0:1 (16.) Aliesch (Moser); 0:2 (18.) Jäppinen (Vogel); 1:2 (27.) Gorz (Bernard); 1:3 (28.) Buri (Odermatt, Breitenmoser); 2:3 (46.) Gorz (R. Bruni); 2:4 (53.) Breitenmoser (L. Klopfer, Buri); 2:5 (58.) T. Klopfer; 3:5 (60.) Forster; 4:5 (60.) R. Bruni (Gorz).

Strafminuten: EHCKK 4, EHCU 8.